Autorenlesungen

Mittwoch, 04. Februar, 19.30 h

SALON DES REFUSÉS–TEXTEN EINE ZWEITE CHANCE

Freyja Jürgens, Irena Stojanova, Henry Holland und Detlev Scholz lesen aus abgelehnten Manuskripten

Mehrere Dutzend jeden Monat, Hunderte pro Jahr, Papierberge, so hoch wie der Eiffelturm: In den Verlagshäusern stapeln sich die unverlangt eingesandten Manuskripte, die Lektoren kommen mit dem Prüfen nicht hinterher, und nur ca. 1 Prozent dieser mit viel Herz und Gehirnschmalz verfassten Texte haben das Glück, als Buch wiedergeboren zu werden. Wer weiß, vielleicht sind so der neue Harry Potter oder Tannöd 2.0 oder ähnlich famose Geschichten wie die von Wolf Haas einfach durchs Raster gerutscht?

Der »Salon des Refusés«, ausgedacht von Studierenden der Universität Hamburg, nimmt sich dieser »Abgelehnten« an und gibt abgewiesenen Texten eine zweite Chance: Egal, ob Vampir-, Liebes- oder Reiseromane, Krimis à la Stieg Larsson oder Sachbücher über die neueste Diät für ihre Katze oder veganes Grillgut, hier hat jede Textsorte ihre Daseinsberechtigung. Im Literaturhaus bekommen vier Autorinnen und Autoren die Möglichkeit, ihre abgelehnten Texte vorzustellen. Aus einer Vielzahl von Einsendungen haben die Studierenden die Autoren des Abends ausgewählt. Es lesen Freyja Jürgens, Irena Stojanova, Henry Holland und Detlev Scholz.

Außerdem wird ein Expertenteam aus dem Literaturbetrieb – bestehend aus Barbara Heine (Literaturagentin und Inhaberin Heinekomm), Katharina Gerhardt (Freie Lektorin) und Daniel Beskos (Verleger mairisch Verlag und Indiebookday) seine Sichtweise auf das Gehörte erläutern – und erklären, warum nicht jeder Text ein Buch werden kann.

Den Abend moderieren Louise Atkinson und Sebastian Günther aus dem Projektteam. Auch das Publikum kommt zu Wort und entscheidet über seinen Lieblingstext. Ob der dann auch der beste ist ...?

Veranstalter: Literaturhaus Hamburg

Ort: Literaturhaus, Schwanenwik 38, 22087 Hamburg
Eintritt: 8,-/6,-/4,- Euro
Weitere Infos: Webseite Literaturhaus